Besser als paradiesisch kann man die Bahamas nicht beschreiben. Ich durfte, dank meinen reisefreudigen Eltern, schon sehr viel sehen auf der Welt aber in den ganzen Jahren habe ich noch nie etwas gesehen und erleben dürfen wie die Bahamas.

Unser Trip begann in Miami. Wenn genug Zeit ist, würde ich das auch jedem empfehlen. Man hat genug Zeit um kurz runter zu kommen und Miami selbst ist eine richtig coole Stadt.
(Wenn ihr Tipps für Miami wollt, schaut unbedingt bei meinem Blogpost vorbei HIER).

Am 31.12 war es dann soweit. Unser Flug nach Nassau war bereit zum Boarding. Auf dem rund 40 Minuten Flug konnte man sich schon auf die Karibik einstellen. Je näher wir kamen desto leuchtender und türkiser wurde das Wasser. Unser Hotel, das Atlantis, war auf einer privaten Insel namens Paradise Island.

Das Atlantis selbst ist unfassbar groß. Schön ist Geschmacksache aber ich bin generell kein großer Fan von riesen Hotelanlagen. Die Außenanlage ist jedoch ein Traum. Überall sind Aquarien, Pools und wenn man durch die Palmen durch sieht, sieht man das Meer in Blautönen leuchten von denen man nicht wusste, dass sie existieren. Wir brauchten fast den ganzen Tag um das ganze Ressort einmal zu erkunden und heraus zu finden was wir alles machen wollten. Es gibt 100 Möglichkeiten die einem dort geboten werden. Angefangen von Ruinentauschen, bis schwimmen mit Haien und Rochen. Wir wollten aber etwas ganz Besonderes machen und zwar Deep Water Swimming mit Delfinen. Ich habe vorher einiges dazu recherchiert und blende euch am Ende ein.
Das schwimmen mit den Delfinen und mehr über diese Wesen zu erfahren war einer der schönsten Momente in meinem Leben. Wir waren eine Gruppe von 6 Leuten. Meine Familie und zwei andere Kinder. Keiner konnte aufhören zu strahlen und lachen. Wir erfuhren mehr über ihr Leben und wie sie die Tiere hier erforschen.Am zweiten Tag  machten wir eine Tour durch Nassau. Die Stadt wurde uns von unserer Taxifahrerin gezeigt, die wir gleich am ersten Tag ins Herz geschlossen haben. Vor allem zeigte sie uns ihr Nassau und nicht nur die typischen Touristenattraktionen. 

Alles in allem kann ich sagen, dass Nassau toll ist, ich aber nicht nochmal hin muss. Die Zeit hätten wir auf den Exumas gebraucht. Dem wahren Paradis.

 

 Als ich sagte, Nassau hat das blauste Meer, das ich je gesehen habe, wusste ich noch nicht wie es auf den Exumas war. Unser Hotel, Regatta Point, war ein kleines, süßes Hotel auf einer kleinen eigenen Insel. Die Besitzerin, eine alte Frau aus San Francisco, die auch einer der Weihnachtselfen sein hätte können, hieß uns herzlich Willkommen und organisierte uns sogar für den nächsten Tag ein Auto.

  • Wichtig: Auf alle Fälle rechtzeitig ein Auto Buchen. Nicht zu viel erwarten, es gibt nur Rostschüsseln. Unseres hörte sich an als wäre der TÜV 2000 das letze mal gemacht worden aber es brachte uns gut von A nach B.

Wenn man aus dem Fenster von unserem Apartment sah, hatte man das blauste blau, weißen Sand und Conch vor sich. Übrigens eines der besten Gerichte ist Conch, eine große Muschel/Schnecke. Ich habe mich in den Tagen von nichts anderem ernährt und ein ganz typisches Gericht der Karibik.
Gleich nach unserem Frühstück, für das man ca. 3 h einplanen sollte da die Zeit auf den Inseln etwas anders läuft (^^), erkundeten wir die Insel und machten uns auf der Suche nach schönen Stränden.
Einer der Plätze die wir gefunden haben hieß Coco Blum Beach. Der berühmt, berüchtigte Strand, wo das Freya Festival statt finden hätte sollen. 
Der Strand wird nicht beschrieben und es gibt auch kein Schild am Straßenrand. Lediglich eine kleine, überwucherte Einfahrt mitten im Nirgendwo. Wir hatten Glück, dass zufällig ein Auto entlang kam und unsere Hilflosigkeit erkannte.
Die einzigen Relikte, das von dem desaströsen Festival noch übrig  ist, sind die Schaukeln im Wasser. (Instagram lässt grüßen).
Wir kamen genau zur richtigen Zeit an und es war gerade Ebbe. Mehrere hundert Meter zogen sich Sandbahnen ins Meer hinaus auf denen man entlang spazieren konnte und das war noch gar nicht das Beste an der Sache. Die Sandbänke waren übersät mit Seesternen. Klingt fast unwirklich aber es war so schön. 

Am aller meisten habe ich mich jedoch auf unseren Ausflug zu den Schweinen, Haien und schönen Inseln der Exumas gefreut. Wir haben die Tour noch zu Hause gebucht, das würde ich auch allen empfehlen, die auch in den Wintermonaten fahren, da es immer ausgebucht ist. Unser Anbieter hieß Exuma Water Tours 4C´s. Es gibt verschiedene Touren, meiner Meinung nach zahlt sich wirklich nur die ganz Tages Tour aus. Am aller liebsten hätte ich natürlich eine Privattour gemacht, die auch an jeder Ecke angeboten wird, jedoch könnte ich mir für die Preise auch gleich ein eigenes Boot kaufen.
Ich habe mich die Tage davor durch Pinterest gewühlt und mir 100 Fotos abgespeichert die mich inspiriert haben. Was vielleicht nicht ganz so klug war, da meine Erwartungen Grenzenlos waren. 
Als wir uns mit dem Boot Pig´s Beach näherten sah man schon die Schweinchen ins Wasser stürmen und uns entgegen schwimmen. Das war einfach das süßeste Bild überhaupt. Ich glaube, die Schweine waren aufgeregter als ich und streckten uns ihre süßen Rüssel entgegen. Am Strand waren gefühlte 800 Menschen. Es war überflutet. Überall rannten Menschen herum und zwischen ihnen kleine und große Schweine. Ich nötigte meine Mutter jede Sekunde, wo gerade ein kleines Stückchen Strand leer war, Fotos zu machen. Im Nachhinein tut es mir leid, da wir, aufgrund der Tour, nicht so viel Zeit hatten. Eine goldene Regel, die ich leider schmerzhaft lernen musste ist, den Schweinen nie den Rücken zu kehren. Sie fühlen sich dann nicht beachtet und wollen Aufmerksamkeit erregen indem sie einem in den Popsch beißen. Das ist aber kein liebes Knabbern, sondern ich dachte mir fehlt ein Stück. Ich habe meine Zähne zusammen gebissen um die Zeit noch mit den Schweinen verbringen zu können. Direkt weiter ging es dann zu einem kleinen privaten Hafen, Compass Cay. Dank Pinterest kannte ich diesen schon wie meine Westentasche. Foto am Steg, mit 20 Haien um mich war das Ziel. Realität war, 30 Menschen am Steg, die versuchten ein Bild mit  4 Haien zu machen. Ich bin dann einfach ins Wasser und hab den Moment mit den Tieren genossen. Tadaaaa meine Mutter, die mega Fotografin, hat dann doch wirklich richtig schöne Bilder zustande bekommen.

Die Haie, mit denen man hier schwimmt, sind Nurse Sharks. Liebesvolle Wesen, die kein Interesse an meinem Fleisch hatten (anders als die Schweine). Die Oberfläche der Haie ist ganz Rau, fast wie eine Feile. In dem Moment hat man so einen großen Respekt vor ihnen. Obwohl man weiß, dass wirklich nichts passieren kann, hat man trotzdem ein leicht mulmiges Gefühl, wenn auf einmal von hinten so ein großer Hai kommt. Zurück ging es dann bei Wind und Wetter. Gott sei Dank haben wir noch Seesack Tabletten dabei gehabt denn es war heftig.

Auf jeden Fall war dieser Ausflug unvergesslich schön. Ich war so glücklich wie noch nie in meinem Leben. Es war abenteuerlich und aufregend. Die einzige Enttäuschung, aber damit muss man rechnen auf so einer Tour, ist, dass man doch nicht alles für sich selber hat.
Sollte ich wieder auf die Bahamas kommen und das möchte ich ganz bestimmt, gönne ich mir vielleicht eine private Tour. Man kann sich die Zeit schon so einteilen, wenn keine Touristenboote mehr unterwegs sind oder bereits weiter gefahren sind. Ich glaube die Orte haben nochmal mehr Charm wenn etwas weniger los ist.
An unserem letzen Tag durfte Chat´n´Chili nicht fehlen. Das berühmte kleine Lokal auf der Insel. Elvis, unser Bootstaxifahrer bracht uns binnen 5 min auf die Kleine Insel. Das Schild am Steg ließ mein Herz gleich doppelt so hoch schlagen. – Cats everywhere
Ich stürmte gleich los und wollte zuerst alle Katzen streicheln die ich fand. Am Strand konnte man sich Getränke und den besten Conchburger der Welt holen. Direkt am Wasser wurde frischer Conch Salat zubereitet und mit den Resten konnte man die Rochen füttern die sofort kamen wenn man einen Fuß ins Wasser streckte.

Insgesamt waren wir 7 Nächte auf den Bahamas, davon 3 in Nassau. Zurück flogen wir wieder nach Miami von wo wir am nächsten Tag zurück nach Wien flogen.

Wenn ich das schreibe, kann ich gar nicht fassen was ich eigentlich alles erlebt habe und möchte einfach nur zurück und alles von Vorne machen.

  • Winter: Hochsaison, es ist viel los und die Preise sind teuer.
  • Sommer: Hurricane Season. Klingt schlimmer als es ist. Unsere Hotelelfe meinte, dass es einfach Regentage gibt wo es windig wird, aber nicht so, dass man Angst hat. Die Hotels nützen diese Zeit meistens um Reparaturarbeiten vorzunehmen. Der Vorteil hier ist, dass weniger los ist und vor allem sind die Preise wirklich günstig. Man kann also ein Schnäppchen schlagen.

 

Das Meer sieht tatsächlich aus wie ein Pool

Compass Key

Before the storm
(Note: Das Atlantis hat die Außenanlage zusammen mit Meeresbiologen zur Forschung entwickelt und arbeitet mit der University of Florida für Meeresbiologie zusammen. Es zählt zu den größten Meeresanlagen der Welt und ist direkt mit dem Meer verbunden, so das ein ständiger Austausch mit frischem Wasser passiert. Dem Atlantismeeresbiologen Team gelang als einzige Einrichtung die Züchtung einer aussterbenden Art. Die Delphine die im Atlantis wohnen sind Familie. Begonnen hat alles mit 8 Delfinen, die wären Hurricane Katrina ins offene Meer geschwemmt wurden und versuchten zurück zu kehren. Aufgrund der Zerstörung wurde im Atlantis das Becken für die Tiere errichtet und sie fanden dort ihr neues zu Hause, wo sie sich vermehrten und nun erforscht werden. Die Delfine sind zwischen 8 und 32 Jahre alt und leben glücklich in ihrem neuen zu Hause.)

 

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